Silhouette Studio Tutorial: Print & Cut Tischschilder

Silhouette Studio Tutorial: Print & Cut Tischschilder

14. Januar 2019 0 Von René

Zuerst legen wir, wie im Beitrag zu den Seitenwerkzeuge beschrieben, unser DIN A4 Blatt an und aktivieren die Passermarken.

In diesem Beispiel wollen wir Tischschilder in 6,5 x 4,0 cm erstellen. Diese sollen geklappt auf den Tisch gestellt werden. Ich versuche mich in dieser und folgenden Anleitungen so Anfänger-freundlich wie möglich auszudrücken. Sollte mir das nicht gelingen könnt ihr mir aber auch einfach in den Kommentaren eure Fragen stellen und ich versuche darauf detaillierter einzugehen.

Da wir das Tischschild falten wollen müssen wir als erstes ein Rechteck zeichen, welches doppelt so hoch ist. Für unser Beispiel wäre das in der Größe von 6,5 x 8,0 cm. Dazu wählen wir im linken Bereich vom Studio das Rechteck-Werkzeug Rechteckwerkzeug aus und zeichnen das gewünschte Rechteck. Beim ziehen des Rechteckes sieht man links und unter der roten Linie die aktuelle Größe. Keine Angst, wenn du die Maße nicht auf den mm genau triffst! Wir werden über das Transformationsmenü uns nun die genauen Maße festlegen. Dazu wählen wir zuerst mit dem Auswahl-Werkzeug unser Rechteck aus und öffnen das Transformationsmenü mit einem Klick auf Transformieren. Anschließend wählen wir das Skalierungs-Werkzeug mit einem Klick auf aus. Nun können wir die Weite und Höhe einstellen. Achte darauf, dass neben den Werten das Schloss offen ist, da ansonsten das Seitenverhältnis beibehalten wird. Wir geben hier nun die Werte 65,00 in der Weite und 80,00 in der Höhe an und klicken auf „Hinzufügen“.

Wir haben nun also ein Rechteck, das doppelt so hoch ist, damit wir dieses falten können. Damit wir es später genau falten können fügen wir nun eine Line hinzu, die genauso breit wie unser Rechteck ist. Mit dem Skalierungs-Werkzeug gehen wir erneut sicher, dass die Weite exakt stimmt. Anschließend wählen wir unser Rechteck und unsere Linie zusammen aus und lassen diese zusammen mit den Ausrichtungs-Werkzeug Horizontal und Vertikal ausrichten, damit die Linie sich genau in der Mitte befindet.

Da die Linie aktuell durchgezogen ist, würde diese auch geschnitten. Für eine Falz-Linie aber eher unpraktisch. Daher sagen wir der Linie nun über das Linienstil-Werkzeug , dass sie gepunktet oder gestrichelt ist. Wir wählen dazu nur die Linie aus und öffnen das Linienstil-Werkzeug und wählen bei der Auswahl „Stil“ eine gestrichelte oder gepunktete Linien-Art aus.

Beachte: Je mehr grau du im Stil siehst, desto mehr wird auch geschnitten. Das könnte dazu führen, dass die Linie zu sehr perforiert ist und dadurch bei der anschließenden Verarbeitung abreißt. Zu wenig grau könnte allerdings dazu führen, dass die Falzung nicht so schön aussieht.

Wir nehmen für unser Beispiel die zweite gestrichelte Linie.

Nun fehlt uns natürlich noch der Name. Dazu nutzen wir nun das Text-Werkzeug aus der linken Seite, klicken an die Stelle wo wir den Namen schreiben wollen und geben anschließend unseren ersten Namen ein. Möchten wir alle Namen in der gleichen Größe anlegen empfiehlt es sich hier immer mit dem längsten Namen anzufangen.

Mit dem Textstil-Werkzeug aus der rechten Seite können wir nun unsere Schriftart und die Schriftgröße auswählen. Nachdem wir das Textstil-Werkzeug ausgewählt haben klicken wir dazu auf unseren Text, wählen unsere gewünschte Schrift aus und passen die Größe unseren Wünschen an.

Aktuell ist die Schrift noch so eingestellt, dass diese ebenfalls geschnitten wird, das wollen wir an dieser Stelle aber nicht, da die Namen gedruckt werden sollen. Dazu gehen wir nun in das Füllfarben-Werkzeug und wählen unsere gewünschte Farbe aus. Sollten die vorgeschlagenen Farben aus der Palette nicht ausreichen, können wir unter „Erweiterte Optionen“ einen Farbwähler einblenden lassen und uns so unsere eigene Farbe zusammenstellen. Lasst euch nicht von der roten Linie um den Namen stören, diese wird später nicht gedruckt.

Um nun ganz sicher zu gehen, dass die Schrift nicht geplottet wird, fehlt allerdings noch ein weiterer Schritt: Unter „Senden“ muss hier noch definiert werden, dass diese Linie nicht geschnitten wird. Dazu geht auf „Senden“, wählt den Namen aus und geht auf „Nicht schneiden. Ihr seht sofort, dass nun die dicke rote Linie um den Namen verschwindet. Damit wird der Name nun nicht mehr geschnitten!

Da wir ja nun nicht nur einen Gast haben werden, müssen wir uns nun um unsere restlichen Gäste kümmern. Dazu wechseln wir wieder zurück auf die „Design“-Ebene und werden uns nun das Replizieren-Werkzeug anschauen.

Das Replizieren-Werkzeug bietet hier eine praktische Option: „Seite füllen“. Mit dieser Option geht das Studio hin und versucht die beste Aufteilung zu finden, um die ganze Seite mit dem Objekt zu füllen. Als erstes wählen wir deshalb mit dem Auswahl-Werkzeug unser Rechteck, die Linie und den Namen aus und klicken anschließend auf die Füllen Option . Durch diese Aktion erhalten wir nun 6 Tischschilder deren restliche Namen wir nun anpassen müssen.

Dazu klicken wir nun auf jeden Namen, den wir bearbeiten wollen, doppelt und geben unsere neuen Namen ein. Richtet den Namen gegebenenfalls noch mal neu aus oder verändert die Füllfarbe der Namen.

Sind euch die Karten noch zu langweilig? Ihr könnt euch zum Beispiel noch kleine Bildchen hinzufügen oder verschiedene Füllfarben den Rechtecken zuweisen. Auch Füllmuster auf den Rechtecken könnten ein netter Effekt sein.

Füllmuster könnt ihr euch zum Beispiel durch das Füllfarben-Werkzeug unter der Füllmuster-Option aussuchen. Wählt dazu mit dem Auswahlwerkzeug die gewünschten Rechtecke aus und klickt euch durch die Füllmuster.

Tipp: Durch halten der Shift-Taste (die Taste, welche wir benutzen um Groß zu schreiben) auf unserer Tastatur können wir mehrere Rechtecke auf einmal durch klicken auswählen und diese gleichzeitig anpassen.

Haben wir die Karten fertig gestaltet geht es nun daran diese zu drucken. Wir müssen darauf achten, ein Papier zu verwenden, welches von unserem Drucker verwendet werden kann. Bestimmte Papier Sorten aus den Bastelgeschäften sind zum Beispiel mit einer glänzenden Schicht überzogen, welche dafür sorgt, dass die Druckerfarbe sich nicht ins Papier saugen kann. Wir wählen daher ein Papier, das mit unserem Drucker kompatibel ist. Hier spielt übrigens auch die Art unseres Druckes eine Rolle. Tintenstrahldrucker können zum Beispiel nicht mit jedem Laserdrucker Papier verwendet werden! Wir solltet außerdem ein schweres Papier nehmen, welches von alleine stehen könnte. 80g schweres Papier (normales Druckerpapier) ist dazu nicht geeignet, wir nehmen daher lieber ein Papier, das mindestens 200g schwer ist.

Um unsere Vorlage nun zu drucken gehen wir im Menü auf „Datei“ und anschließend auf „Drucken…“. Bildschirmfotos von den folgenden Dialogen unterscheiden sich leider von Hersteller zu Hersteller und würden hier daher leider wenig Sinn ergeben. Wichtig ist hier aber, dass wir eine gute Qualität im Drucker einstellen, eventuelle Druck-Spar-Optionen deaktivieren und Optionen zum schnellen Druck vermeiden. Auch eine Skalierung sollte nicht stattfinden, da ansonsten der Plotter nicht mehr richtig schneiden kann. Wir vermeiden also auch Optionen wie „Randlosdruck“ oder gar „Posterdrucke“.

Nachdem wir unser Blatt gedruckt haben, geht es nun ans schneiden des Blattes. Bevor wir es aber schneiden können müssen wir erstmal unser Schneidemesser einstellen.

Tipp: Wir sollten vorher immer einen Test-Schnitt durchführen. Dazu können wir entweder unser gedrucktes Blatt oder ein leeres Blatt benutzen. Bei einem Test-Schnitt werden kleine Kästchen ins Blatt geschnitten, an denen wit prüfen können ob das Messer durch das Papier gekommen ist. Je nach Anzahl an Versuchen, die wir dazu benötigen, können das schon einige werden. Dadurch könnte sich ein Test-Blatt besser eignen. Mit etwas Übung werden wir später immer weniger Schnitte benötigen.

Wir kleben also unser Blatt auf die Schneidematte, legen diese in den Plotter ein und drücken die Einzugstaste mit der Schneidematte (oberste Taste beim Portrait). Im Studio öffnen wir nun die „Senden“-Ebene und stellen noch mal sicher, dass keine Namen geplottet werden. Notfalls stellen wir – wie oben beschrieben – die Namen auf „Nicht Schneiden“.

Da mein Messer schon etwas abgenutzt ist, stelle ich dieses auf 7 (eventuell reicht bei euch schon ein kleinerer Wert, z.B. 5 oder 6) , die Geschwindigkeit auf 1 und den Anpressdruck auf 33. Außerdem stellen wir die Anzahl der Durchgänge auf 2, da sonst unser Papier (250g) nicht richtig durchgeschnitten wird. Wir drücken unten auf „Test“ und warten den Test-Schnitt ab. Wir holen die Schneidematte noch mal raus (mit der dritten Taste von oben am Portrait) und prüfen ob wir mit Leichtigkeit das kleine Quadrat und das innere Dreieck entfernen können. Klappt das nicht, probieren wir die Einstellungen anzupassen. Außerdem verändern wir vor jedem Test mit den Pfeilen links neben „Test“ die Position für den nächsten Test-Schnitt. Schnitte auf der gleichen Position würden den Test verfälschen und dazu führen das gegebenenfalls der Schnitt nicht richtig läuft. Wir sollten auch beim Test-Schnitt darauf achten, dass das Messer nicht zu sehr in die Schneidematte schneidet, nicht das wir unsere Schneidematte zerschneiden!

Haben wir den Test erfolgreich abgeschlossen, legen wir die Schneidematte wieder in den Plotter und starten den Schneide-Auftrag mit einem Klick auf das untere „Senden“.

Nach dem Schneiden entfernen wir das Papier von der Schneidematte und falten unsere Tischschilder. Wenn wir noch weitere Gäste haben, können wir nun die Namen verändern und erneut drucken und schneiden.

Die Vorlage kann hier heruntergeladen werden: (Bitte beachte, dass gegebenenfalls Schriften nicht richtig dargestellt werden, falls diese nicht vorhanden sind)